Konzept

Visualisierungsergebnis

Ziel

Wie viele Städte auf der Welt entwickelt sich Harare in seiner Flächengröße sowohl positiv, als auch negativ. Wirtschaftlicher Reichtum, Armut, Zuwanderung, Abwanderung oder Erhöhung der Lebenserwartung sind nur ein kleiner Teil von Faktoren, die den Siedlungsraum beeinflussen.

Speziell in dieser Arbeit steht die Fragestellung des politischen Einflusses der Landesregierung auf die Stadtentwicklung im Vordergrund. Vergangene und aktuelle politische Ereignisse dienen als Datengrundlage für die Analyse des baulichen Zuwachses oder dem Rückbau. Mithilfe von Satellitenbildkarten in digitaler Form wird die städtebauliche Entwicklung von Harare anschaulich visuell dargestellt. Gleichwohl soll eine Aufklärung über die politische Lage des Landes stattfinden. Das passiert mit der Visualisierung der urbanen Fläche in Form einer interaktiven Karte. Die Daten basieren auf Fernerkundungsbildern vom den Zeitabschnitt: 1972, 1976, 1981, 1984, 1986, 1988, 1990, 1992, 1994, 1998, 2000, 2002, 2004, 2006, 2008, 2010, 2013 und 2015. Die Jahreszahlen repräsentieren den entsprechenden Zeitraum mit dem Stand der Ausdehnung der urbanen Fläche. Eine differenzierte Betrachtung der Zeitabschnitte untereinander ist möglich.

Zielgruppe

Die Fragestellung der Zielgruppe ist nur mit der Situation der Lebensqualität des Landes zu beantworten. Da die Karte eine Aufklärungs- und Bildungsfunktion hat, sind die meisten Nutzer im Untersuchungsgebiet Harares und schlussendlich im ganzen Land zu finden. Neben der Landesbevölkerung sind weltweit auch politisch Interessierte und Kritiker der Regierung als Nutzer einzuordnen. Die Altersgruppe beginnt ab 14 Jahren und die Nutzung ist bildungsunabhängig. Was in Deutschland als Grundrecht gilt, ist in einigen Ländern ein Luxusgut. So ist in vielen wirtschaftlich schwachen Staaten die Internetnutzung eingeschränkt und auf wenige Haushalte verteilt. Laut dem Internetportal Statista verwendeten im Jahr 2014 nur 18,5 Prozent der Landesbevölkerung von Simbabwe das Internet. Der technische Zugang unterliegt dem Analogen. Es ist dennoch sinnvoll eine Webversion der analogen Kartenform vorzuziehen. Im Hinblick auf zukünftige Nutzer, werden auch diejenigen, die heute gar keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Internet besitzen, auch in den Genuss kommen. Technische Neuerungen und immer preisgünstigere Geräte mit Internetverbindung sind auf dem Markt und erreichen somit finanziell schwach gestellte Nutzer.

Umsetzung

Es wurde darauf hingearbeitet, mit geeigneten Schritten ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Eine schnelle und einfache Interpretation eines komplexen Problems, einfach und vermittelnd darzustellen

Um ein Überblick der Lage im Untersuchungsgebiet zu erhalten, wird eine Umfangreiche Daten und Literaturrecherche vorgenommen. Hierzu werden entsprechende Satellitenbilder aus dem Landsatarchiv des United States Geological Survey (USGS) vom Untersuchungszeitraum 1972 bis 2015 gesammelt und Analysiert. Ebenso verhält es sich mit der Literatur. Die gesammelten Daten werden auf ihren Qualität hin Analysiert.

Um die Rasterdaten auswerten zu können, müssen sie zuvor mit entsprechenden Programmen digitalisiert werden. Hierzu bieten sich ArcMap 10 von ESRI, Quantum GIS Desktop 2.8.1 und ERDAS IMAGIN 2015 als Bearbeitungsssoftware an. Bei der Digitalisierung wird die Methode der Visuellen Klassifizierung verwendet (vgl. ALBERTZ, J. 2007). Um den Prozess des Digitalisierens strukturiert vorzunehmen, wird ein Fishnet (Gitter) editiert, welches der Erfassungsmethode von Siedlungsflächen im Maßstab von 1: 250.000 im Objektkatalog von Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystem (ATKIS) angelehnt ist (vgl. ATKIS OBJEKTKATALOG 2015).

Mit den editierten Shape-Dateien (1972 bis 2015) ist es möglich, Berechnungen und Auswertungen vorzunehmen. Besonders interessant für die Untersuchung ist die Flächengröße jedes Einzelnen Zeitabschnitts und die Wachstumsrate in dem gesamten Untersuchungszeitraum. Mit den erhobenen Daten kann eine Veränderungsanalyse erhoben werden. Wie vorher schon beschrieben, wird die Visualisierung mittels einer Interaktiven Karte umgesetzt. Diese Karte stellt nicht den Schwerpunkt der Bachelorarbeit da.