Christoph Hase
Sommersemester 2012, Masterarbeit im Studiengang Geodatenerfassung und -visualisierung

Am 9. Juli 2011 erklärte das autonome Gebiet im Süden des Sudan, nach Jahren Bürgerkrieg, seine Unabhängigkeit. Die Republik Südsudan entstand als 194. Staat der Erde. Der Südsudan ist ein junger Staat mit schwach ausgeprägten administrativen Strukturen und kaum existierender Landesvermessung.

Das Labor für Geomedien, Fachbereich III der Beuth Hochschule für Technik Berlin (Beuth HS), unterstützt die Juba University im Rahmen einer DAAD-Partnerschaft mit dem Training von Fach- und Führungskräften in der Geoinformation. Dazu werden einige Aufgabenstellungen und Machbarkeitsstudien in die Lehre der Beuth HS integriert. Bisher wurden in zwei Lehrveranstaltungen (Satellitenbildkartographie und Umwelt-Monitoring) frei verfügbare Geodaten gesammelt, zusammengeführt, korrigiert, analysiert und visualisiert. Diese Geodaten werden frei über das Internet, in einem Open Source „WebGIS“, verfügbar gemacht.

Als Erstes wurde in den Lizenzen überprüft, ob die Daten wiederveröffentlicht werden dürfen. Es folgte eine Auswahl und Nachbearbeitung der Geodaten. Die Daten wurden in das Programm GeoServer (Karten-Server) geladen und die Signaturen angepasst. Die Geodaten werden durch den GeoServer als ein Web Map Service (WMS) bereitgestellt.

Eine clientseitige Anwendung, zur ansprechenden und interaktiven Visualisierung der Geodaten, wurde in Anlehnung an den Beuth-Styleguide erstellt. Zur Entwicklung wurden die JavaScript-Bibliotheken OpenLayers, Ext JS und GeoExt verwendet. Die Anwendung wird durch das Programm Jetty (Webserver) online gestellt.

Betreuer: Dr. Martin Oczipka

Web-Anwendung
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