Kartierung mit Hilfe von Fernerkundungsdaten
Worte der Autorin

Wer stellt eine Diplomarbeit aus dem Jahre 1984 online? Braucht die Menschheit die alten Kamellen? Nein, sicher nicht.

Der Grund für die Präsentation an dieser Stelle ist ein anderer.

Die geologische Kartierung mit anschließender Kartenerstellung bietet ein Stück Geschichte: aus geologischer Sicht, aus topographischer Sicht und im Hinblick auf die kartographischen digitalen Möglichkeiten von heute. Die beiden geologischen Kartierungen wurden von der Autorin 1984 im Rahmen ihrer Diplomarbeit am Institut für Angewandte Geologie/Fernerkundung der Freien Universität Berlin erstellt. Jahrelang lagen die Kopien der mit Schreibmaschine getippten Arbeit mit den handkolorierten Lichtpausen (Abb.1 und Abb.2) des Kartenentwurfs 1 : 100 000 in irgendwelchen Schubladen.

Im Jahr 1990 wurde die Autorin Hochschullehrerin im Studiengang Landkartentechnik/Kartographie an der Technischen Fachhochschule Berlin, Vorgänger der heutigen Beuth Hochschule für Technik Berlin. Sie hatte damit auch die Aufgabe, Diplomarbeiten zu vergeben und zu betreuen. Was lag also näher, als den geologischen Kartenentwurf durch eine Diplomandin der Kartographie zu einer Karte bearbeiten zu lassen. Frau A. Schatz nahm sich der Sache an und verbrachte Stunden und Tage, um die detailreichen Konturen in Macromedia Freehand zu digitalisieren. Dafür an dieser Stelle einen großen Dank.

Dann vergingen wiederum ein paar Jahre. 2016 schließlich wurde die alte Freehand-Datei „wiedergefunden“ und mit Adobe Illustrator „restauriert“ und überarbeitet. Um das Ergebnis (Abb.3) ist eigentlich zu schade, es wieder in irgendeine Schublade zu stecken, deshalb wird es hier präsentiert, auch wenn sich der Erkenntnisstand inzwischen verändert haben mag.

Da die geologische Karte 1 : 100 000 und die Detailkartierung 1 : 50 000 aber nur die Anlagen zu dem Diplom-Text sind, wurde letzt-genannter Hauptteil 2018 als Semesteraufgabe zum Kennenlernen des Programms Adobe InDesign verwendet. Das Ergebnis ist also ebenso hier zu sehen, natürlich mit einem ergänzenden Vorwort zu der Überarbeitung, insbesondere bezüglich der Abbildungen.

Berlin 2019
U. Ripke

Karte 1: Geological Interpretation Map 1 : 100 000, Mut (Dakhla Oasis)

Karte 2: Ezbet Birbaya (Dakhla Oase) 1 : 50 000 (Detailkartierung)

Diplomarbeit von U. Ripke, 1984, FU Berlin: Geologie der westlichen Dakhla-Oasen / Ägypten – Kartierung mit Hilfe von Fernerkundungsdaten

Abb.1
Abb.1 (skalierter Ausschnitt): Geologische Linien 1 : 100.000 als Vorlage für die Lichtpausen und die Digitalisierung
Abb.2
Abb.2 (skalierter Ausschnitt): handkolorierte Lichtpause 1 : 100.000
Abb.3
Abb.3 (skalierter Ausschnitt): Geological Interpretation Map 1 : 100.000, Mut (Dakhla Oasis)

"Geological Interpretation Map 1 : 100 000, Mut (Dakhla Oasis)" und "Ezbet Birbaya (Dakhla Oase) 1 : 50 000 (Detailkartierung)" von A. Schatz und U. Ripke (TFH Berlin) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.