Projekt 4


INTRA MUROS

 

INTRA MUROS steht für die Wiederbelebung eines Platzes innerhalb eines geschlossenen Ensembles.
Die bestehende Klosterruine, die durch die Anordnung mehrerer einzeln stehender Gebäude des Gymnasiums einbezogen wird, gewinnt wieder an Nutzungswert. Sie bleibt als Klosterruine bestehen und wird für besondere Veranstaltungen genutzt. Das Ensemble besteht aus fünf Gebäudeteilen, die sich an der Lage der Klosterruine orientieren. Zur Grunerstraße hin befindet sich eines von zwei größeren Schulgebäuden, dass das Innere des Ensembles von der vielbefahrenden Straße abschirmt. Das zweite Schulgebäude steht an der Littenstraße, gegenüber dem Amtsgericht. An den historischen Lageplan angelehnt und nachempfunden, befindet sich im Binnenbereich des Ensembles ein Kreuzgang, der den Pausenhof verstärkt einfasst. Der Haupteingang des Gymnasiums, der durch einen tiefer gelegten Eingangshof (analog zur tiefer gelegten Klosterruine) definiert ist, befindet sich an der Klosterstraße. Gleichzeitig stehen an dieser Straße die Mensa und die Turnhalle, die die nach hinten versetzte Klosterruine von beiden Seiten einschließen. Verbunden werden beide Gebäude durch einen Kolonnadengang. Zwischen der Turnhalle und dem Kirchenchor der Ruine befinden sich die Klostergärten.

Die fünf Gebäudeteile des Ensembles, besitzen zwar den Nutzungen nach unterschiedliche Höhen, haben aber dennoch viele Gemeinsamkeiten und weisen somit eine klare Zusammengehörigkeit auf. Sie besitzen analog zum Backstein der Klosterruine einheitliche Klinkerfassaden, deren Farbton etwas dunkler gewählt ist, um sich von der Ruine zu unterscheiden. Bei den Fassaden handelt es sich um ein Spiel verschiedener Anordnungen von sich wiederholenden Fenster-Grundtypen. Somit weist jedes Gebäude seinen eigenen Fassadenrhythmus auf.

Die Dächer sind geneigt und werden in den jeweiligen Dachgeschossen unterschiedlich genutzt, beispielsweise als Aufenthalts-, Theater- oder Veranstaltungsraum. Das Dach des Foyers wird durch unterschiedliche Neigungswinkel betont, um die Eingangssituation visuell zu verstärken. Den Dachneigungen folgend befinden sich im Dachgeschoss dieses Gebäudes die Bibliothek und der Raum der Stille.

 

Kerstin Dang | Victoria Micciché