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Satellitenbildmosaik der Geoglyphen von Nasca / Peru
In der wüstenhaften Küstenebene von Nasca in Peru liegt eines der faszinierendsten und geheimnisvollsten Zeugnisse einer alten Kultur. Zahlreiche und sehr große Scharrbilder wurden aus der Wüstenoberfläche gekratzt. Diese auch Geoglyphen genannten Erdzeichnungen zeigen geometrische Linien, Flächen und Figuren und sind durch das Entfernen der oberen Verwitterungsschichten des Bodens in der Zeit zwischen 800 v. Chr. und 600 n. Chr. entstanden.
Für die in Kooperation mit der HTW-Dresden erfolgende Erforschung des Gebietes wurde vereinbart, ein Satellitenmosaik für ein Kartenwerk 1:5000 als Arbeitsgrundlage anzufertigen, in der die Geoglyphen in ihrer ganzen Ausdehnung, Anzahl und Gruppierung erfasst sind. Für das Bildmosaik standen Satelliten-Bilddaten von IKONOS und Quickbird zur Verfügung.
Bearbeitungsschritte:
- Pansharpening: Für das Schärfen der Bilddaten mit Hilfe des panchromatischen Kanals wurde das IHS-Verfahren ausgewählt und eingesetzt.
- Entzerrung der Bildkacheln unter Einsatz eines digitalen Geländemodells aus SRTM-3 –Daten und vorhandenen Passpunkten.
- Genauigkeitsuntersuchung des digitalen Geländemodells.
- Radiometrische Bearbeitung und Anpassung.
- Radiometrische und geometrische Mosaikbildung.
Die Schritte Nachbearbeitung, Restfehlerkorrektur und Kartenzuschnitt von 101 Kartenblättern sind für eine spätere Weiterbearbeitung vorgesehen.
Bearbeitung: Bachelorarbeit von Sebastian Ristau im Studiengang Vermessungswesen und Geomatik, 2009.


