Konzeption und Entwicklung eines topographischen Indikators zur Bewertung von Fahrradfreundlichkeit in Bayern
Verfasser: Daniel Leicht | Masterarbeit 2014

Das Fahrrad wird zu einem immer bedeutenderem Verkehrsmittel für den Nahtransport. Nicht nur Erledigungen wie beispielsweise Einkäufe, sondern auch Fahrten zum Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, werden immer häufiger mit ihm zurückgelegt. Daraus ergeben sich nicht nur positive Effekte für die Gesundheit der Radfahrer, sondern auch für die Umwelt. Um die Fahrradfreundlichkeit einer Region zu fördern, müssen deshalb u.a. Faktoren wie die Infrastruktur, natürliche sowie administrative Gegebenheiten untersucht und gegebenenfalls verbessert werden.

In der vorliegenden Arbeit wurde exemplarisch der Faktor Steigung ausgewählt, um daraus einen Indikator zu erstellen. Untersucht wurde dabei das Bundesland Bayern auf der Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte. Dabei wurden zur Berechnung der Steigung die frei zugänglichen SRTM3-Geländedaten des USGS verwendet, Informationen über das Straßennetzwerk wurden über die Firma TomTom bezogen.

Das Ergebnis ist eine Einteilung der untersuchten Einheiten in die drei Klassen "meist flach", "leicht hügelig" und "sehr hügelig", welche sich aus den Anteilen in den drei Steigungskategorien 0-3%, >3-7% und >7% berechnen. Straßen außerhalb von Siedlungsgebieten und Autobahnen wurden dabei außer Acht gelassen. Es zeigte sich, dass Kreisfreie Städte in den meisten Fällen flacher sind, als die umliegenden Landkreise. Außerdem sind räumliche Konzentrationen von steilen Landkreisen in Gebieten mit einem Mittelgebirgsanteil zu erkennen. Bis auf eine Ausnahme schlägt sich der Anteil der bayerischen Alpen nicht im erwarteten Maße nieder.