Standortfaktoren der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Eine GIS-Analyse im urbanen Raum am Beispiel von Jaunde (Kamerun)
Verfasser: David Ella Nvogo | Masterarbeit 2011

Die hier vorgestellte Masterarbeit bezieht sich auf den Gesundheitsbezirk von Jaunde in Kamerun und verfolgt zwei Ziele: nämlich die räumliche Disparität der Gesundheitsversorgung und die räumliche bzw. die zeitliche Erreichbarkeit der Gesundheitseinrichtungen. Mit Hilfe der Geoinformationssystemmethoden sollen neue Erkenntnisse gewonnen werden, welche für die Entscheidungsträger bzw. die Planer im Gesundheitsbereich und andere interessierte Zielgruppen eine wissenschaftliche Entscheidungsgrundlage darstellen. Die Daten wurden im Untersuchungsgebiet gesammelt und in einer GIS eingetragen. Dabei wurde anhand Standortfaktoren untersucht, ob räumlichen Disparitäten bei der aktuellen Verteilung der Gesundheitsversorgung vorhanden sind. Weiterhin wurde die zeitliche bzw. die räumliche Erreichbarkeit der Gesundheitseinrichtungen untersucht.

Die Korrelationsanalyse zwischen harte Standortfaktoren und Gesundheitsversorgungsindikatoren lässt keinen signifikanten Zusammenhang erkennen. Jedoch ist bei der Betrachtung der weichen Standortfaktoren festzustellen, dass die besser versorgten Stadtteile verfügen eine gute Image aufgrund eines sauberen Wohnumfeldes, eine moderne Bauweise sowie eine gut ausgestattete Straßennetz. Die niedrigsten versorgten Stadtteile hingegen besitzen ein schlechtes Image aufgrund eines unhygienischen und unsauberen Wohnumfeldes. Die Erreichbarkeitsanalyse zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung (65%) maximal 1km bis zur nächstliegenden Gesundheitseinrichtung benötigen. Weiterhin benötigen 63% der Bevölkerung maximal 10 Minuten zu Fuß bis zur nächstliegenden Gesundheitseinrichtungen. Mit einem PKW benötigen fast 90% der Bevölkerung maximal 10 Minuten bis zur nächste liegende Gesundheitseinrichtung