B32b - Gebäudeentwurf IV - Bauen im Bestand

THF Common Ground

Begegnung und neues Wohnen am Ost-West-Grünzug in Neu-Tempelhof
Blick vom Wolffring am Kynastteich zum denkmalgeschützten Kamm-Gebäude Fritz Bräunings (1930/31) am Badener Ring | Verfasser: Dipl.-Ing. Roland Poppensieker

Das Tempelhofer Feld war um 1910 die letzte zentrumsnahe unbebaute Freifläche. In den Folgejahren entstand hier westlich des heutigen Tempelhofer Damms eine Siedlung die dem Gartenstadt-Gedanken verpflichtet war, - parallel zur Bauplanung wurde intensiv über die Entwicklung eines Grünrings nachgedacht. Der hufeisenförmige Parkring beruht auf der Idee einer geschlossenen, zusammenhängenden Gestalt mit sich abwechselnden gartenkünstlerisch durchgebildeten, formalen und landschaftlich-idyllischen Partien. Durch Hertha-Block-Promenade und Alfred-Lion-Steg - am Westrand der Gartenstadt - existiert heute nun ein gut frequentierter Ost-West-Grünzug für Fußgänger, Radler und Skater, der Tempelhof und Schöneberg über die Gleise der Fernbahntrasse hinweg verbindet - und damit letztendlich auch das EUREF-Gelände am Schöneberger Gasometer mit dem Tempelhofer Feld.

Allerdings geht die Hertha-Block-Promenade östlich in die Gontermannstraße sowie weiter in den Badener Ring über und verfehlt somit knapp den direkten Anschluss an den Parkring, der an seiner Nordseite vom Wolffring begleitet wird. Südlich der Wohnanlage am Badener Ring (1931) und westlich Frei Ottos "Gläserner Stadt" (1958), beide denkmalgeschützt, und der "Kirche auf dem Tempelhofer Feld" sowie nördlich des Kynastteichs bestände jedoch vom Prinzip Gelegenheit, eine öffentlich zugängliche "aktive Schnittstelle" zwischen beiden Straßen zu schaffen - und dabei zugleich einen Standort "Neuen Wohnens".

Im Rahmen des Entwurfsseminars sollen in bauhistorisch interessantem Umfeld die Potentiale einer Neuordnung und/oder Verdichtung dieses Areals untersucht werden - mit dem Ziel, ihm eine Verbindungsfunktion nicht nur in Ost-West-Richtung, sondern auch gen Norden hinein in die mittels Durchgängen in der Blockkante bereits angebundenen Straßen- und Grünräume der 30er-Jahre-Wohnquartiere (bis hinüber nach Kreuzberg) zuzuweisen. 


Projekt 1

David Beckert, Anne Reiber

Projekt 2

Marie Düsberg, Alisa Winkelmann

Projekt 3

Maximilian Kremeskötter, Bat-Erdene Tsoodol